Verbote und Gebote

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Brigitte Karpstein
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Verbote und Gebote

Beitrag von Brigitte Karpstein »

Die folgenden Gedanken sind entnommen der Predigt zur Heilung des Aussätzigen von Willibert Pauels, zu finden unter www.pg-badneuenahr-ahrweiler.de

Es war ein Skandal bei frommen Juden, einen Aussätzigen zu berühren, ihn zu heilen, sich mit Kranken und Sündern abzugeben. Bei den Juden waren strenge Regeln die oberste Kategorie, ihnen hatte man zu folgen. Jesus hält die Gesetze ein, wenn sie sinnvoll sind, aber bei der Heilung nicht. Er steht ganz einfach über den Vorschriften, er hat die innere Souveränität dazu, denn bei ihm steht an erster Stelle die Liebe. Folglich müssen die Verbote und Gebote der Liebe, den Menschen dienen. "Der Sabbat ist für den Menschen da." Das ist bei allen Verboten und Geboten zu prüfen. (Ende der Gedanken der Predigt.)

Wenn ich diesen Maßstab an heute geltende kirchliche Vorschriften und Verbote anlege, gibt es doch tatsächlich einige scheinbar so furchtbar wichtige, unumstößliche, wo ich zusammen mit vielen anderen Glaubenden einen Dienst an der Liebe oder dem Menschen nicht entdecken kann.

"Ihr könnt nicht zwei Herren dienen!", sagt Jesus. Ich weiß, wer mein Herr ist, und so erlaube ich mir, als mündige Christin den einen oder anderen Ungehorsam zu begehen. Leider gibt es aber immer noch die Verbote und Instruktionen, wo wir zum Warten auf Änderungen verurteilt sind.
Papst Franziskus, der leider von den "Frommen" ausgebremst und gehindert wird, sagt sehr treffend: "Erst kommt die Liebe, dann die Moral."
B. Karpstein
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